Montag, 25. Juni 2012

Eingepackt mit Gestricktem

Ich war am Wochenende in Bad Ragaz, einem kleinen Kurort. Dort findet noch bis zum 4. November die 5. Schweizerische Triennale der Skulptur statt. Im ganzen Ort können Skulpturen verschiedener Künstler begutachtet werden. 
Am tollsten aber finde ich, dass sich die ganze Schule  von Bad Ragaz an der Ausstellung beteiligt hat. Vom Kindergarten bis in die Oberstufe strickten die Schüler und haben im ganzen Dorf ihre "Spuren" hinterlassen. Neben Zaunpfählen und Laternenpfosten haben sie auch folgendes verpackt:


Man will mit dieser Aktion das Stricken fördern. Finde ich stark! Gelungen!

Allen einen guten Wochenstart und herzliche Grüsse
Sandra

Donnerstag, 21. Juni 2012

Glarner Tüechli zum Zweiten

Nach meinem ersten Teil, dem Bolero, musste ein weiteres Glarner Tüechli herhalten. Ich habe es als Einsätze und Randabschlüsse für ein Shirt verwendet...








Ich bin mit meiner Glarner Tüechli - Manie noch nicht fertig. Bald gibts weiteres...

Herzliche Grüsse
Sandra

Montag, 18. Juni 2012

Glarner Tüechli zum Ersten

Ich bin von bedruckten Baumwollstoffen absoluter Fan. Andere Frauen empfinden in Schuh- oder Taschenläden wohl das, was ich in Stoffläden empfinde. Unser Sofa wird von Kissen aus bedruckten Baumwollstoffen aller Farben und Dessins verziert. Ich gebe zu, das Farbbild ist mittlerweile schauerlich, aber gemütlich ist es trotzdem, irgendwie...
Es ist etwa ein Jahr her, seit ich in Näfels (Kanton Glarus) im Freulerpalast war. Das Haus selbst mit seiner Ausstattung aus dem 17. Jahrhundert ist ein Erlebnis, ein Paradies ist aber der Dachboden. Dort ist die lange Tradition des Glarner Modeldruck ausgestellt, von den Musterentwerfern zu den Modelstechern bis zu den Modeldruckern (und leider auch die Kinder, die damals noch eingespannt wurden). Ein absolutes Erlebnis, das ich nur empfehlen kann.
Auf jeden Fall habe ich von da Glarner Tüechli mitgebracht und ein paar davon zu Kissen vernäht.


Nun habe ich die guten Dinger wieder hervorgeholt, um daraus Kleidung zu nähen. Als erstes entstanden ist ein Bolero, das nur mit ganz wenigen Nähten auskommt.



Auf den Fotos ist es mit einem Jupe kombiniert. Ich selbst, als Anti-Jupeträgerin, werde das Bolero mit Shirt und Jeans oder sonst einer Hose tragen, das finde ich auch lässiger.


Bald zeige ich Euch das nächste Teil. Bis dann eine gute Woche und herzliche Grüsse
Sandra

Mittwoch, 13. Juni 2012

Wissenschaft Nähmaschinennadeln

Mich hat von Mimis Welt (www.mimiswelt-online.blogspot.com) ein Hilferuf erreicht. Sie wollte ein Shirt nähen und hat sich alles schön zugeschnitten. Aber dann die herbe Enttäuschung! Die Maschine wollte einfach keine anständige Naht nähen...nach langem Ausprobieren war die Motivation dahin...Aber Miriam hat es mittlerweile hingekriegt, das könnt ihr bei ihr nachlesen. Nun habe ich für Euch alle meine Tipps mal aufgeschrieben....

Ich kann natürlich lange über das Nähen von Jersey schreiben. Aber wenn ich ein wichtiges Detail ungenannt lasse, könnte es sein, dass die Ergebnisse trotz aller Tipps und Tricks dürftig ausfallen...

Wer keine Overlock hat und sich ein Shirt mit der Nähmaschine zusammennäht, muss einen elastischen Stich wählen, Zickzack oder etwas vergleichbares.
Um aber ein gutes Nahtergebnis zu erhalten ist es wichtig, in die Maschine eine spezielle Jerseynadel zu setzen. Ein im Prinzip kleiner Unterschied mit grosser Wirkung!
Hier mal eine kleine Übersicht über die verschiedenen Spitzen der Maschinennadeln.
Könnte langweilig sein, aber hoffentlich hilfreich... :-))

Kegelspitzen
Die Maschinennadeln für übliches Nähgut wie Baumwolle, Wolle, Leinen oder auch festere synthetische Gewebe sind sehr spitzig bis leicht stumpf. Das kann sich zwischen den einzelnen Herstellern etwas unterscheiden, jedoch nur minimal.

Spitze Nadeln durchstechen die Gewebefäden, leicht runde (wie die mittlere Nadel links auf dem Bild) verdrängen die Gewebefäden, ohne sie zu verletzen

Die stumpfe Kegelspitze wird in der Industrie besonders bei Knopfannähmaschinen verwendet.




Kugelspitzen
Die so genannten Kugelspitzen werden für gestricktes, also Jersey eingesetzt. Durch die abgerundete Spitze werden die einzelnen Maschen des Gestricks nicht verletzt, sondern beiseite gedrückt.

Wenn ein elastischer Stoff mit eingearbeiteten Gummi- oder Elasthanfäden verarbeitet wird, verwendet man die mittlere oder grosse Kugelspitze.





Wenn ihr also Jersey verarbeiten wollt und die Maschine will nicht so, wie ihr das wünscht, setzt als erstes eine Maschinennadel mit einer Kugelspitze ein. Die sind im Handel als Jerseynadeln gekennzeichnet und jede Verkäuferin kann da helfen. Den Unterschied zwischen den "normalen" Nadeln und den Jerseynadeln könnt ihr auch "erfühlen". Wenn ihr leicht mit den Nadelspitzen über eure Fingerkuppen streicht, merkt ihr es sofort.
Wenn die Maschine immer noch nicht will: Immer wenn meine Maschinen die Stiche nicht mehr richtig ausführen, wollen sie entstaubt, geputzt und geölt werden. (Was übrigens bei Miriam der Grund war) Die Stichplatten der Nähmaschinen lassen sich ganz einfach entfernen, damit mit einem kleinen Pinsel ausgestaubt werden kann. Das sollte auch in der Bedienungsanleitung beschrieben stehen.
Wenn die Maschine nach dem Putzen noch immer nicht will, versucht es mal mit einem anderen Nähgarn. Nicht alle Nähgarne sind gleich. Auch wenn sie schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, können sie spröde werden.
Korrektes Einfädeln und gute Fadenspannung versteht sich natürlich von selbst...
Sollte sie dann immer noch nicht richtig funktionieren....tja, dann ab in die Reparatur!


Es wird auch viel über die Nadelstärken diskutiert.  Welche Stärke nun für welche Stoffe? Die Hersteller möchten natürlich für jedes Stöffchen die passenden Maschinennadeln verkaufen, klar. Aber kauft Stärke 70, für Jeans extra Jeansnadeln, Jerseynadeln und ihr seid ausgerüstet.


Nun hoffe ich, ihr seid beim Lesen nicht eingeschlafen...:-))

Auf gutes Nähen und herzliche Grüsse
Sandra

Donnerstag, 7. Juni 2012

Shirt mit V-Ausschnitt und Bündchenabschluss, Teil 2

Wie ihr das Schnittmuster für ein Shirt mit V-Ausschnitt selber gestalten könnt, habe ich euch im ersten Teil bereits gezeigt.

Nun geht's an's Nähen:
In meiner Serie "Für Einsteiger - ein Shirt nähen" Teile 1 bis 5 könnt ihr alles nachlesen, was ihr für den Zuschnitt und das Nähen des Shirts wissen müsst. Bei einem Shirt mit V-Ausschnitt funktioniert alles genau gleich! Nur beim Fertigstellen des Ausschnittes gibt es ein paar Extra's:

Das zur Runde geschlossene Bündchen zur Hälfte legen und mit den Schnittkanten an den Halsausschnitt an der rechten Seite des Shirts stecken. Die Naht des Bündchens liegt auf einer Schulternaht. Am tiefsten Punkt des vorderen Ausschnittes (Teilmitte) 7mm lang einschneiden.
Nähe nun das Bündchen fest. Achte darauf, dass du etwa 1mm unterhalb des Einschnittes durchnähst.




Klappe nun das Bündchen nach oben und steppe es mit Coverstich oder Zickzack schmal ab.
Lege nun den vorderen Ausschnitt doppelt, die rechte Shirtseite liegt innen. Du erhältst so die Mitte des vorderen Ausschnittes. Nähe nun mit Geradstich in einem Winkel von ca 45 Grad das Bündchen ab. Fäden fest vernähen, damit es sicher hält.



Schon ist der Ausschnitt fertig und das Shirt bereit zum Tragen!

Viel Spass und herzliche Grüsse
Sandra

Samstag, 2. Juni 2012

Orchidee appliziert

Nachdem ich die Orchidee schon gestickt gezeigt habe, wollte ich ausprobieren, wie es appliziert aussieht:


Und mir hat es ehrlich gesagt so gut gefallen, dass ich das Ganze gleich nochmals in einer anderen Farbkombination gemacht habe:



Die beiden Teile werde ich jetzt noch zu Kissenbezügen zusammen nähen.
Ich glaube, ich habe das Applizieren für mich entdeckt. Die Möglichkeiten sind so unendlich...!

Allen einen tollen Sonntag, bis bald!
Sandra

PS: Danke Karin, für Deinen Tipp! Wie Du siehst, habe ich e sogar geschafft... :-))
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