Donnerstag, 31. Januar 2013

Zweier-Team

Mein Granny-Kissen, das so toll zum Amy-Butler-Bodenkissen passt, habe ich Euch schon gezeigt. Nun habe ich noch eine passende Decke gehäkelt. Die Leseecke ist also voll auf Frühling eingestellt! Auf das der Winter endlich vorbei sein möge!!!
Ich mag es einfach, wenn ich wie eine alte Dame meine Füsse zudecken kann. Es gibt so ein Gefühl von Behaglichkeit...
 
 
Einen tollen Nachmittag wünsche ich Euch allen, bei diesem wunderbaren Wetter!
 
Liebe Grüsse
Sandra

Sonntag, 27. Januar 2013

Neue Fensterkleider

Normalerweise wäre es mir kein Post wert, wenn ich eine Wohnung mit neuen Gardinen ausgestattet habe. Denn meistens werden die einfachen, herkömmlichen Stoffe gewünscht, weil sie sich am einfachsten in die Einrichtung integrieren.
Hier hatte ich aber für einmal die Möglichkeit, einen etwas spezielleren und aufwändigeren Stoff zu vernähen. Ich persönlich finde den Stoff supertoll und er passt auch gut in die Wohnung!
 
 
Natürlich hätte sich das Dessin auch ideal für Flächenvorhänge geeignet, nicht aber die Fenstergebung in der Wohnung. Trotzdem kommt das Muster voll zur Geltung.
 
Wenn ich Gardinen- und Vorhangstoffe oder sonstige Innendekorationsstoffe benötige, arbeite ich meistens mit der Firma Bischoff Decor zusammen. Sie führen nicht nur die eigene Linie, sondern arbeiten auch mit verschiedenen Herstellern zusammen. Hier finde ich meistens das Passende!
 
Guter Restsonntag und herzliche Grüsse
Sandra

Samstag, 19. Januar 2013

Ein Hemd mit Bisen entsteht

 
Eigentlich ist es nicht irgendein Hemd. Es wird bei uns in der Region von den Männern angezogen, wenn sie die hiesige Tracht tragen. Da es diese Hemden auch ab Stange zu kaufen gibt, nähe ich sie nicht sehr oft. Manchmal müssen sie aber speziell gefertigt werden, wie für diesen Kunden, der...naja...sagen wir mal ein paar Zentimeter mehr Umfang hat als der Durchschnitt. Das Vorderteil ist recht aufwändig zum Nähen und meine Hirnzellen werden dabei immer wieder enorm gefordert. 
 
Als erstes müssen in zwei separate Schnittteile die Bisen genäht werden. (Bild 1) Genaues Bügeln und Nähen ist sehr wichtig, wenn das Ganze am Schluss nicht aussehen soll, als hätte jemand die ersten Nähversuche gemacht. Allerdings ist der Stoff dafür dankbar, denn die Hemden werden aus einem sehr festen, fast groben Baumwollstoff hergestellt.
Diese beiden vorbereiteten Schnittteile werden dann an den richtigen Stellen auf das Vorderteil aufgenäht. (Bild 2 + 3)
Der gestickte Steg bildet die verdeckte Knopfleiste. Auf ihm sind seit Jahren immer dieselben Motive. Die Stickerei wird bis heute auf einer Handstickmaschine (Pantograph) ausgeführt. Entsprechend ist der Preis dieses Steges. (Bild 4)
 

Da das Hemd nicht durchgehend geknöpft wird (man muss es wie ein Shirt über den Kopf ziehen) wird am Ende der Bisen ein Quersteg aufgenäht. (Bild 5)
Das Vorderteil ist soweit fertig, das Hemd wird nun zusammengenäht. Die Hirnzellen können sich entspannen, denn das ist Routine. Der Stehkragen wird verstürzt (Bild 6) und in das Halsloch genäht. 


 
In die verdeckte Knopfleiste werden die Knopflöcher gemacht und die Knöpfe angenäht. Fertig ist das Hemd.
 

 
Fertig gekleidet sehen die Männer so aus:
 
Bildquelle: Schweizer Fernsehen
 
Hier wird die Tracht während einer Alpabfahrt getragen. Immer wieder eine Touristenattraktion!
 
Herzliche Grüsse
Sandra
 


Dienstag, 15. Januar 2013

Erinnert...

...habe ich mich wieder einmal an meine Ballerinas. Schon eine Weile habe ich keine mehr selber genäht. Tatsächlich ging es dann auch nicht ganz ohne auftrennen...

 
Und weil ich von neuem Spass an den Dingern habe, gleich nochmals!


 
Im Lädchen sind sie erhältlich.
 
Herzliche Grüsse
Sandra

Samstag, 12. Januar 2013

Für Nähanfänger: Beutelchen nähen

Ihr mögt diese Anleitung für banal halten, aber Stoffbeutelchen sind einfach so vielseitig! In ihnen lässt sich die angefangene Handarbeit mitführen, sie können als Schuhbeutel dienen, es lässt sich Tee darin aufbewahren, sie können als Duftbeutel mit Lavendel gefüllt dienen und so weiter. Bei mir ist die neueste Verwendung: Ich nehme sie mit zum Einkaufen und fülle in sie das Obst und Gemüse. So benötige ich keine Plastikbeutel.


 
Mit dieser Anleitung können auch diejenigen, die mit der Nähmaschine bis jetzt nicht sehr gut befreundet waren, ihre Beutelchen nähen!
Ich entschuldige mich schon jetzt für die Fotos... Beim Bearbeiten am PC habe ich erst gemerkt, dass ich mit den feinen Streifen einen ungeeigneten Stoff zum fotografieren gewählt habe...:-( Ich hatte meine Liebe Mühe mit der Schärfe...

Du brauchst Stoff: Baumwolle, Leinen oder etwas ähnliches das sich gut waschen lässt. Es kann ein altes Hemd dafür verwendet werden, ein aussortierter Bettanzug, ein neuer Stoff oder Stoffresten die in Patchwork-Optik zusammengesetzt wurden. Weiter benötigst Du ein breiteres Band, ca. 60cm lang und ein schmaleres Band, ca. 100cm lang.

Schneide den Stoff zu: Die Grösse kannst Du selbst bestimmen. Das Stück soll zwei Mal die Länge des fertigen Beutels und einmal die Breite plus jeweils 1cm Nahtzugaben haben.
Mein Stück habe ich 27cm x 72cm zugeschnitten. Um den unspektakulären Hemdenstoff etwas zu "pimpen" habe ich noch Bänder zur Verzierung aufgenäht.

 
Nimm nun das breitere Band und nähe es 8 bis 10 cm entfernt von den kurzen Seiten auf den Stoff. Ganz wichtig: Lass das Band an den Seiten 1.5cm vor der Schnittkante enden, so wie unten auf dem Bild. Schlage dazu das Bandende beidseitig 1cm breit  auf die linke Seite, so werden die Kanten sauber abgeschlossen. Nun hast Du den Tunnel, in den später die Zugbänder eingezogen werden.
 
 
Lege nun den Beutel zusammen wie er später sein soll, mit den linken Seiten nach innen. Nähe die Seiten 5mm breit mit Geradstich zusammen. Nun den Beutel wenden und die Nähte glatt bügeln. Die Stepplinien liegen genau in der Kante. Nähe nun nochmals die Seitennähte, dieses Mal jedoch 7mm breit. Du hast nun eine französische Naht gemacht, eine schöne Art um Nähte ohne Overlock oder Zick-Zack zu versäubern.
 

Wende den Beutel nun auf die rechte Seite. Die oberen Schnittkanten zwei Mal je 1cm breit auf die linke Seite legen und feststecken. Mit Geradstich festnähen.
 

Das schmale Band nun in zwei Stücke teilen. Sie sollen eine Länge von zwei Mal Beutelbreite haben. Meine Stücke sind 50 cm lang. Mit Hilfe einer Sicherheitsnadel nun die Bänder unter dem breiten Band einziehen, eines auf der Vorderseite des Beutels und eines auf der Rückseite. Die Enden an beiden Seiten miteinander verknüpfen.
 
 
Das Beutelchen kann nun fertig sein. Platzbietender wird es aber, wenn Du einen Boden machst, indem Du am unteren Ende des Beutels (wo die Bruchkante ist), ein Dreieck faltest. Die Seitennaht liegt dabei in der Mitte. Je nach dem, wie breit der Boden sein soll, kannst Du nun mehr oder weniger abnähen. Ich habe vom unteren Nahtende 3cm hochgemessen und da eine Quernaht gemacht.
 
 So, nun ist das Beutelchen definitiv fertig und somit einsatzbereit!

Gutes Gelingen und wie immer: Wenn etwas unklar geschrieben ist: Bitte, bitte melden!

Liebe Grüsse Sandra
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